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Gegendarstellung zur Ausstrahlung des Weltspiegelberichts vom 18.07.2021

Am Sonntagabend, 18.7.2021, wurde im Weltspiegel ein Beitrag über Heime für Minderjährige aus Deutschland in Griechenland ausgestrahlt, in dessen Verlauf auch conneXX GmbH genannt wurde und Ausschnitte aus einem Interview mit dem Koordinator für Auslandsmaßnahmen bei conneXX GmbH, Herrn Christian Wolf, gezeigt wurden.

Hierzu möchte conneXX GmbH im Folgenden Stellung nehmen.

Die Filmaufzeichnungen und Befragungen in Griechenland sind ohne vorherige Ankündigung und ohne vorherige Rücksprache des Fernsehteams mit conneXX GmbH erfolgt.

Demzufolge wurde dem Filmteam untersagt, Filmaufnahmen der Projekte von conneXX GmbH oder der Mitarbeiter*innen vor Ort auszustrahlen.

Die im Fernsehbericht gezeigten Grundtücke, Immobilien und Personen stehen, bis auf Herrn Wolf und Frau Baira, in keinem Zusammenhang mit conneXX GmbH.

Es besteht keine Verbindung zwischen conneXX GmbH und dem im Fernsehbeitrag genannten weiteren Jugendhilfeträger aus Deutschland, der ebenfalls in der Region Evros tätig ist.

In Absprache mit dem Geschäftsführer von conneXX GmbH und Frau Baira, der Anwältin, mit der conneXX GmbH vor Ort zusammen arbeitet, hat Herr Wolf sich zu verschiedenen Fragen des Fernsehteams geäußert.

Die Aussagen von Herrn Wolf und Frau Baira wurden leider nur in Teilen wiedergegeben, die relevanten Aussagen der jeweiligen Interviews wurden nicht ausgestrahlt, sie wären für die offenbar gewollte negative Berichterstattung nicht passend gewesen.

Die Darstellung der Berichterstattung ist inhaltlich fehlerhaft und entscheidende Informationen werden den Zuschauern vorenthalten, auch hier kann davon ausgegangen werden, dass dies im Rahmen einer gewollt negativen Berichterstattung erfolgt ist.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass eine Genehmigung von Jugendhilfeprojekten im griechischen Recht bis vor Kurzem nicht vorgesehen war, eine Betriebserlaubnis, wie wir sie in Deutschland kennen, gab es bislang in Griechenland nicht.

In der Vergangenheit wurden beantragte Konsultationsverfahren durch die griechischen Behörden nicht bearbeitet.

Nachdem dann erstmals ein Antrag durch die zuständigen Behörden in Athen bearbeitet und mit dem Hinweis auf eine fehlende Genehmigung des Projektes, in dem der junge Mensch betreut wurde, abgelehnt worden ist, wurde Kontakt zu den lokalen Behörden in Alexandroupolis, diese Behörde ist vergleichbar mit einem Landratsamt in Deutschland, aufgenommen. Gemeinsam wurde nach einer Möglichkeit gesucht, um Jugendhilfeprojekte in Griechenland dem griechischen Recht entsprechend zu genehmigen und eine Betriebserlaubnis zu erteilen.

Das Projekt „Step Up“ hat in der Folge im Dezember 2020 die Betriebserlaubnis der Behörde in Alexandroupolis erhalten.

Somit ist nun die rechtliche Grundlage zur Bearbeitung und positiven Bescheidung der Konsultationsverfahren geschaffen, das erste mit dieser Rechtsgrundlage beantragte Konsultationsverfahren wird derzeit durch die zuständigen Behörden in Athen bearbeitet.

Die Betriebserlaubnis für das Projekt „Time Out“ wurde beantragt und wird derzeit durch die Behörde bearbeitet.

Unabhängig davon werden und wurden bereits in der Vergangenheit alle durch conneXX GmbH in Griechenland betreuten jungen Menschen sowohl bei der griechischen Jugend- und Sozialbehörde als auch bei den örtlich zuständigen Polizeibehörden ordnungsgemäß angemeldet.

Der Tenor der Berichterstattung, dass deutsche Jugendliche ohne Wissen der griechischen Behörden in Einrichtungen, die den griechischen Behörden unbekannt sind, betreut werden, entspricht in keiner Weise den Tatsachen und conneXX GmbH distanziert sich hiervon deutlich.

Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer von conneXX GmbH, Herr Michael Donarski, jederzeit gerne zur Verfügung.


Biografiearbeit mit den jungen Menschen: Ordnerset „Biografie- und Lebensordner“

Der Lebensweg von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe ist nicht selten von mehreren Ortswechseln, Verabschiedungen und (Beziehungs-)Abbrüchen geprägt. Da in wechselnden Settings eine fortlaufende Erinnerungsarbeit häufig nicht stattfindet, können wichtige Basisinformationen des jungen Menschen schnell verloren gehen. Es entstehen Lücken im Wissen über die eigene Biografie des Kindes – ein sicheres Fundament der Erinnerung und Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte fehlt. Gleichzeitig beeinflusst das Wissen über positive und negative Ereignisse im eigenen Lebensweg das weitere Handeln, Denken und Wahrnehmen eines heranwachsenden jungen Menschen.

Die Biografiearbeit bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, den eigenen Lebensweg zu erforschen und Antworten auf Fragen der Identität zu finden. Dies soll die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, das Bild von sich selbst zu klären und Identität sowie Selbstvertrauen zu erhalten. Ziel ist es, einen erklärbaren Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schaffen und damit ein stimmiges Selbstbild zu erhalten, mit welchem die jungen Menschen die bestmögliche Grundlage erhalten, um in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu starten.

Um die betreuten jungen Menschen sowie die betreuenden Pädagog*innen innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe in der Biografiearbeit zu unterstützen, erhält jeder betreute junge Mensch bei Betreuungsbeginn künftig das Set „Lebensordner und Biografieordner“: Der Lebensordner dient den jungen Menschen als organisierter Ablageort für alle persönlichen Unterlagen. Der Biografieordner zielt auf die Biografiearbeit mit dem jungen Menschen ab und dient als persönliches Biografiearchiv. Das Set gehört von da an ihm und soll ihn auf seinem weiteren Lebensweg begleiten. Bei einem Wechsel des Lebensortes sollen die Ordner von den jungen Menschen mitgenommen und weitergeführt werden.

Mit diesem Ordnerset möchte die haug&partner unternehmensgruppe einen Beitrag in der Erarbeitung der persönlichen Lebensgeschichte leisten und damit die jungen Menschen in der Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit unterstützen.

Bei der Bearbeitung der Ordner werden die jungen Menschen in einer vertrauten Beziehung und Atmosphäre von den pädagogischen Fachkräften innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe unterstützt und begleitet.