Veränderungsorientierte Elternarbeit in den stationären Hilfen bei conneXX Gesellschaft für Jugendhilfe mbH

30. Okt.. 2023Betreuungsstellen, Bewerber*innen, Jugendämter

Einen zentralen Ausgangspunkt einer jeder Jugendhilfemaßnahme bei conneXX Gesellschaft für Jugendhilfe mbH stellt die Beteiligung der Herkunftsfamilie dar. conneXX GmbH erkennt die enorme Bedeutung der Einbeziehung der Herkunftsfamilien in den Unterstützungsprozess an und arbeitet nicht nur mit den Herkunftseltern zusammen, sondern hat dabei auch die gesamte Herkunftsfamilie und das individuell vorhandene Hilfesystem im Blick. Die im SGB VIII unter §37 vorgeschriebene Arbeit mit der Herkunftsfamilie wird über den reinen gesetzlich geregelten Anspruch hinaus vielmehr als ein entscheidender Faktor in der Betreuung von jungen Menschen erkannt und das Herkunftsfamiliensystem als Ressource gesehen.

Der Ansatz basiert dabei auf einer lebensweltorientierten Perspektive, die anerkennt, dass die Entwicklung eines jeden jungen Menschen einzigartig ist und von ihren vorherigen Erfahrungen geprägt wird. Diese Perspektive ist von entscheidender Bedeutung, um die erforderliche Unterstützung den sehr individuellen Bedürfnissen anzupassen. Dabei ist auch die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung ein zu beachtendes Ziel. Gemeinsam mit der Herkunftsfamilie wird an verbesserten Erziehungsbedingungen im Familiensystem gearbeitet, da eine förderliche Umgebung für das Wohl der jungen Menschen von entscheidender Bedeutung ist.

Die bedeutende Rolle, welche die Zusammenarbeit mit dem Herkunftsfamiliensystem für den Erfolg des Unterstützungsprozesses einnimmt, kann kaum genug betont werden. Es erfordert dabei eine systematische Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie, deren Grundlage der doppelte Blick sowohl auf den jungen Menschen als auch auf die Herkunftsfamilie ist. Dies erfordert professionelle Einstellungen und Methoden, die die Bedürfnisse und Ziele beider Parteien während des gesamten Unterstützungsprozesses berücksichtigen. Dieser Ansatz ist nicht nur eine Frage der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen, sondern als Verpflichtung zu verstehen, die das Wohl der jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Der lebensweltorientierte Ansatz berücksichtigt nicht nur die Vorerfahrungen der jungen Menschen, die den Hilfeprozess beeinflussen. Die Erziehung der jungen Menschen und die Kooperation mit den Eltern, beziehungsweise der Herkunftsfamilie, werden über den gesamten Hilfeverlauf kontinuierlich systematisch aufeinander bezogen und abgestimmt. So ist der Bezug zueinander gewährleistet und die Voraussetzungen für wirkende veränderungsorientierte Elternarbeit sind gegeben.

Die Maßnahmen für eine gelingende Elternkooperation sind dabei vielseitig. Zunächst sind Einzelgespräche mit den Eltern wichtig. Sie ermöglichen die Diskussion verschiedener Themen im Kontext der Entwicklung der jungen Menschen und den Bedürfnissen der Eltern. Es ist dabei nicht nur ratsam, die Eltern schon vor der Maßnahme einzubeziehen, sondern diese Kooperation auch während der Maßnahme, bei deren Beendigung und teilweise auch danach beständig beizubehalten. Das Herkunftsfamiliensystem als wichtigsten Bezugspunkt der jungen Menschen anzuerkennen, bedeutet, sie in den Alltag der sozialpädagogischen Maßnahme zu beteiligen. Dies kann verschiedenste Ausgestaltungsformen haben, wie beispielsweise Feste unter Einbeziehung der Herkunftsfamilie, Besuche der Eltern, regelmäßige Telefonate, schriftliches Kontakthalten oder auch gemeinsame Aktivitäten. Neben der Integration des Herkunftsfamiliensystems in den Alltag sind auch Kontakte zwischen dem Träger conneXX GmbH als übergeordnete Institution und der Herkunftsfamilie eine Möglichkeit, der Herkunftsfamilie eine hohe Wertschätzung entgegenzubringen.

Für die conneXX GmbH ist die Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern und der Herkunftsfamilie von zentraler Bedeutung, um einen gelingenden Hilfeprozess zu forcieren. Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Herkunftseltern verschiedene Möglichkeiten der Partizipation erhalten. Sie sollen möglichst in die Hilfeplanung und das Teilhabeverfahren einbezogen werden und es ist kontinuierlich zu prüfen, wie das Herkunftsfamiliensystem aktiv am Verlauf, den Inhalten und dem Gelingen der Maßnahme beteiligt werden kann.

Angebote, bei denen das Herkunftsfamiliensystem mit den jungen Menschen Bereiche des Alltags miteinander gestaltet, können es dem Herkunftsfamiliensystem sowie dem jungen Menschen ermöglichen, konfliktfreie Erfahrungen außerhalb des Elternhauses miteinander zu erleben. Die jungen Menschen erleben hierdurch, dass dem Herkunftsfamiliensystem durch die Fachkräfte eine hohe Bedeutung und Wertschätzung entgegengebracht wird. Dies trägt dazu bei, die Beziehung zwischen den Eltern und dem jungen Menschen zu stärken und die Unterstützung für den jungen Menschen zu verbessern.

Die Elternarbeit bei conneXX GmbH ist geprägt von der pädagogischen Grundidee:

conneXX Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH … geht mit:   

  • Durch Angebote, die sich am Bedarf der jungen Menschen und Ihrer Familien orientieren.
  • Durch Angebote, die sich flexibel an den Bedarf der jungen Menschen und Ihrer Familien anpassen.