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Bericht über die Zeit mit Corona in der ISE in Polen

Am 11. März hat die polnische Regierung beschlossen Schulen und andere Bildungseinrichtungen zu schließen. Es war ein großer Schock sowohl für die Kinder, ihre Eltern, als auch für die Lehrer*innen. Auf einer Pressekonferenz am 20. März gab der polnische Ministerpräsident dann den Ausbruch der Pandemie in Polen offiziell bekannt.

An diesem Tag wurde umgehend eine außerordentliche Teambesprechung abgehalten, in der die internen Regeln erstellt wurden. Die Hauptregel lautete: Keine unnötigen Kontakte nach außen.

Die Schließung der Bildungseinrichtungen, Universitäten, Kultureinrichtungen aber auch die Schließung der Geschäfte in Einkaufszentren (außer Lebensmittelgeschäften und Apotheken) wurde bis zum 12. April verlängert. Die Strafe für die Nichteinhaltung der Maßnahmen wurde von 5.000 auf 30.000 PLN erhöht.

Weitere Einschränkungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie betrafen die Bewegungseinschränkungen – mit Ausnahme des Weges zu und von der Arbeit.

In der Folge wurden Anfang April weitere neue Einschränkungen eingeführt. Es wurde eine Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zwischen Fußgänger*innen eingeführt. Dies galt auch für Familienmitglieder, ausgenommen Eltern mit Kindern unter 13 Jahren und pflegebedürftige Personen. Darüber hinaus durften Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren das Haus nicht unbeaufsichtigt verlassen. Die Regierung beschränkte auch den Zugang zu Parks, Stränden, Boulevards, Promenaden, usw. und setzte Höchstgrenzen für die Anzahl der Kund*innen in Geschäften fest. Diese Situation dauerte bis zum 16.04 an – dann begann die schrittweise Auflockerung der Einschränkungen.

Zunächst war es nicht einfach mit der Situation umzugehen, denn die betreuten Jugendlichen verbringen üblicherweise viel Zeit im Freien. Gelöst wurde dies durch eine Vielzahl an Outdoor.Aktivitäten gemeinsam mit den Betreuer*innen. Das hat gut funktioniert, da die Jugendlichen dabei die Möglichkeiten hatten, sich auszupowern und Stress abzubauen. Wichtig war es, dass sie dabei keinen Kontakt mit anderen Menschen hatten.

Trotz aller Einschränkungen war die Zeit geprägt von einer positiven Grundstimmung, viel Kreativität, Empathie und Interesse daran, wie es den anderen geht. Diese Situation hat auch Raum für Entwicklung geboten, der gemeinsam genutzt wu rde. Das noch engere Miteinander und die wenige Ablenkung von außen führte zu einer Intensivierung der Beziehungen und zu einer Beschleunigung der pädagogischen Prozesse.

Rückblickend kann ein positives Resümee gezogen werden, die Zeit wurde von den Jugendlichen und den Pädagog*innen sehr gut bewältigt und die Einschränkungen durch die Krise wurden positiv genutzt.

Am 01.09. hat in Polen das neue Schuljahr angefangen. Es wird befürchtet, dass bei einer bestätigten Coronainfektion, die Schule geschlossen werden muss und der Unterricht Online erfolgen wird. Entscheidungen hierzu werden demnächst erwartet.

Die Regierung hat zusätzliche neue Sicherheitsregeln eingeführt, jedoch nur in einzelnen Landkreisen, in denen die Zunahme der Infektionen höher ist als in anderen Teilen Polens. In den Landkreisen wurden besondere Beschränkungen eingeführt. Darunter die Verpflichtung, wieder Schutzmasken zu tragen, sowie das Verbot von Messen und Kongressen, Sport- und Kulturveranstaltungen, Hochzeiten und dem Betrieb gastronomischer Einrichtungen.

Ab dem 2. September 2020 gilt ein Landeverbot für Flugzeuge aus einigen Ländern in Polen.

Wir müssen uns also darauf einstellen, noch länger mit dem Virus leben zu müssen. Die Haltung der Menschen in Polen ist geprägt von der Annahme, dass es in der Hand der Gesellschaft liegt, ob wir die Ausbreitung des Virus weiter eindämmen können.

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